Rechtschreibung

Braunschweiger Zeitung, Wolfenbütteler Zeitung und Anzeiger, vom 26. August 2004

Von Thomas Stechert

 

Über die Rechtschreibung und die Reform wird leidenschaftlich diskutiert. Nun schaltet sich der Fehlerteufel höchstpersönlich ein und gibt Tipps für weitere Reformschritte:

 

Erster Schritt: Weg mit der Großschreibung. der sofortigen einführung steht nichts im weg. schon viele werbeleute praktizieren die kleinschreibung.

zweiter schritt: wegfall der dehnungen und schärfungen. dise masname eliminirt schon di gröste felerursache in der grundschule, den sin oder unsin unserer konsonantenverdopelung hat onehin nimand kapirt.

driter schrit: v und ph werden durch f ersetzt; z, tz und sch durch s. das alfabet wird um swei buchstaben redusirt, sreibmasinen und sesmasinen fereinfachen sich, wertfole arbeitskräfte könen der wirtsaft sugefürt werden.

firter srit: q, c und ch werden durch k ersest, j und y durch i, pf durch f. iest sind son seks bukstaben ausgesaltet, di sulseit kan sofort fon neun auf swei iare ferkürst werden. anstat aksig prosent rektsreibeunterikt könen nüslikere fäker, fisik oder reknen, ferstärkt gelert werden.

fünfter srit: di seiken ä, ö und ü werden durk a, o und u ersest. ales uberflusige ist iest ausgemerst. di ortografi ist wider slikt und einfak. naturlik benotigt es einige seit, bis dise fereinfakung uberal riktig verdaut ist, sasungsweise ein bis swei iare. anslisend durfte als nakstes sil di fereinfakung der nok swirigen und unsinigeren gramatik anfisirt werden.